Beschreibung
Das neunte und neue Album des Briten. Da sind wieder so großartige Kompositionen drauf, kauf zu fassen. Hört euch mal das Gitarrenspiel beim Opener „Wishing for blue sky“ an. Ein ganz besonderer Songwriter mit einem richtig tollen neuen Album. Aktuell bewegt sich Fink aka Paul Greenall in der Tradition authentischer, still-revolutionärer Künstler aus Englands grüner Südwestspitze wie z.B. Michael Chapman. 1970 veröffentlichte dieser schwer zu fassende Akustikgitarren-Virtuose ein Album namens „Fully Qualified Survivor“. Dieser Kultklassiker diente Fink – gemeinsam mit seinen Bandkollegen Tim Thornton und Guy Whittaker – als Wegweiser, als er begann, „The City Is Coming to Erase it All“ zusammenzusetzen, den Nachfolger des 2024 erschienenen „Beauty In Your Wake“. Er zog sogar in Erwägung, einen Song davon zu covern, stieß dabei aber eher zufällig auf das Stück, das schließlich zum Opener des Albums wurde. „Wishing For Blue Sky“ kreist um ein universelles Gefühl der Jugend: das Warten darauf, dass das Leben endlich beginnt. „Es hat keinen Sinn, vor lauter Geduld zu sterben“, heißt es in der ersten Zeile, während knirschende Schritte den Einsatz einer vollen, in offener Stimmung gespielten Akustikgitarre einleiten, die sanft ins Klangbild schwingt. Mit 18 hatte Greenall genug vom Warten; er verließ die Vororte von Bristol, bereiste die Welt, schickte Postkarten von unterwegs, kellnerte und legte Trinkgelder für den nächsten Flug beiseite. Thornton machte ähnliche Erfahrungen, als er als Gitarrist und Schlagzeuger als Straßenmusiker durch Europa zog. Doch hier geht es weniger um Nostalgie als vielmehr um eine Art „Nowstalgia“ – eine Verbindung zwischen jenen 18-Jährigen von damals und den Familienvätern im Herbst ihres Lebens, die Fink heute ausmachen. „In diesem Alter wird von einem erwartet, dass man langweilig ist und sesshaft wird“, sagt Thornton. „Aber wir verspüren immer noch dieses enorme Fernweh. Wir wollen losziehen, Dinge entdecken und auch etwas erreichen. Es ist ein schönes Leben – mit Zuhause und Familie –, aber verdammt, ich kann es kaum erwarten, wieder da draußen zu sein.“ „City“ ist das Ergebnis dieses Entdeckerdrangs und einer tiefen Verehrung für das Album als Kunstform – so wie man sie 1974 kannte. Das Cover von „City“ spiegelt den Inhalt wider: Der erste Song ist die Begrüßung, das instrumentale Schlussstück der Abschluss. Es ist eine Geschichte. Es ist eine Platte für Menschen, die – genau wie ihre Schöpfer – neugierig sind. Menschen, die für die Musik auch ein wenig Kälte in Kauf nehmen, die daheim ein knisterndes Feuer entfachen und sich mit diesen Songs beschäftigen, bis sie bereit sind, ihrem eigenen „blauen Himmel“ nachzujagen. Kommt im Klappcover und mit einem dicken 20-seitigem Booklet… (cr) (R´Coup`D/ 2026)





