Idles – Brutalism

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Format: LP

Beschreibung

Wie konnte das denn passieren? 2017 veröffentlichte eine Band aus Bristol, die
bereits seit 2009 existierte, ihr erstes Studio-Album, haute damit absolutes
Brett raus, was frisch, tanzbar und punkig daher kam, doch wurde es zunächst nur
von Wenigen beachtet. Erst der Nachfolger „Joy an an Act of Resistance“ holte
sie aus dem Schatten ins Rampenlicht, doch ihre Großartigkeit haben die Briten
bereits auf „Brutalism“ angedeutet. Allein der Albumtitel! Passt wie die
Faust aufs Auge. Über insgesamt 13 Songs rotzt uns Frontmann Joe Talbot ins
Gesicht, schlägt uns in den Magen, packt uns am Boden liegend aber sofort wieder
an den Händen und zerrt uns zum wilden und ekstatischen Tanz auf die Bühne.
Uff! So viel Laune hat unpunkig gespielter Rotz-Punk selten gemacht, tanzbarer
war dermaßen energiegeladene Musik selten. Eigentlich ist das gesamte Album ein
Highlight, doch muss man einen Song wie „Mother“ hervorheben: Eine kraftvolle
Hymne über Talbots Mutter, die früh verstorben und zuletzt ein Pflegefall war.
Das sitzt mitunter tief in der Magengrube, aber Zeit zum Innehalten bleibt
trotzdem nicht. Im weiteren Albumverlauf darf man z.B. noch mit dem Sänger
Depressionen von Freunden ausstehen („1049 Gotho“) oder über
Fernsehköchinnen gröhlen („Rachel Khoo“). Und im hinteren Teil von
„Exeter“ bekommt man dann sogar mit, dass die Reibeisenstimme von Joe Talbot
einigermaßen wohlige Töne erzeugen kann. Ganz zum Schluss bekommt man auch noch
den Eindruck, was die Idles unter einer traurigen Ballade verstehen. Das sitzt. Alles. (ej)
(Balley Records/ 2017)