#23 Zwei Fragen

16. September 2009


Mittwoch, 16. September 2009

Man spürt, dass sich der Sommer seinem Ende entgegenneigt. Doch aus dem trüben Vormittag ist ein richtig angenehmer Nachmittag geworden. Angenehm genug für die meisten Gäste des Café Riptide, draußen im Achteck zu sitzen. Drinnen liegen einige T-Shirts auf der Theke. „Ich bin grad dabei, hier’n bisschen…“ lässt André seinen Satz unbeendet und räumt einige T-Shirts beiseite. Hinter ihm röchelt die Kaffeemaschine, die Tasse ist voll. André bringt den bestellten Kaffee an einen Tisch draußen und kommt mit dem Tablett voller leerer Flaschen wieder zurück. Er verschwindet in der Küche, man hört ihn dort die Flaschen in Kisten versenken. Auch Chris kann man hören, er sitzt der Küche gegenüber an seinem Stammplatz und klackert auf der Tastatur seines PCs. Beide tragen einen Button, der sofort ins Auge fällt: Einen silbernen „Jubiläums-Button“, wie Chris ihn nennt. Darauf ist das Riptide-Logo gedruckt.

Es gibt einen schönen Anlass dafür. Das Riptide wir nämlich heute auf den Tag genau zwei Jahre alt. Am Samstag steigt dazu die Geburtstagsfeier, doch schon heute bekommt jeder Gast zwei Fragen gestellt:

1. Was wünschst du dem Riptide?
2. Welche Assoziation hast du zur Zahl zwei in Verbindung mit dem Riptide?

Mirko

1. Dass es am Leben bleibt, dass die Rendite passt und Glückseligkeit und das Beste, was man nicht in Worte fassen kann.

„Das ist mein Lieblingscafé“, fügt er hinzu, bevor er die zweite Frage beantwortet.

2. Dass alle guten Dinge erst mal drei werden sollen.

Von draußen kommen Kathi und Till ins Café, um zu zahlen. Heute ist Kathi mal als Gast hier, nicht als Angestellte.

Kathi

1. Ein weiterhin nettes, immer fröhliches und freundliches Arbeitsklima und dass wir weiterhin so viel Erfolg haben und auf immer und ewig so super miteinander auskommen.
2. Ich habe meinen Freund hier kennen gelernt – seitdem sind wir zu zweit.

Till

1. Eine wundervolle Zukunft und weiterhin ein tolles Ambiente. Ich bin unheimlich gerne hier und weiß nicht, wie ich das in Worte fassen soll.

„Das ist sein Wohnzimmer“, erklärt Kathi. Sie weiß das: „Er ist mein bester Freund“ – aber nicht der Freund, den sie hier kennen gelernt hat.

2. Zwei tolle Läden in einem.

Till und Kathi müssen beide weg. „Ich bin völlig durch“, erklärt Till noch. „Ich habe meine Bachelorarbeit um zwölf Uhr abgegeben.“

Bernd

1. Viel Glück, dass es weiter so geht.
2. Ich spiele mit Chris Fußball.

Micha

1. Gesundheit. Alles andere kommt von selbst.
2. Zwei nette Besitzer.

Micha erklärt seine beiden Antworten genauer: „Weil, wenn die zwei netten Besitzer nicht gesund sind, ist auch nicht viel mit dem Riptide – ohne diese persönliche Zuordnung läuft auch das andere nicht.“ Natürlich schließe das auch die wirtschaftliche Gesundheit mit ein. Micha bestellt bei André einen Kaffee und erzählt, dass er eine Einladung zur Eröffnung des neuen Universum-Kinos hatte, aber nicht da war. „An dem Tag hab ich ‚Inglorious Basterds’ geguckt“, sagt er. Den fand er gut, „im Großen und Ganzen“. Doch seinem Kino-Begleiter gebe er in einem Punkt Recht: „Schauspielerisch fielen einige ab, zum Beispiel Diane Krüger, aber dass liegt auch daran, dass Christoph Waltz die anderen an die Wand spielt.“ August Diehl habe er am überzeugendsten gefunden. „Der hat überzeugend gespielt, auch die beiden, die Goebbels und Hitler gespielt haben, zusammen mit Herrn Waltz – der ist das Eintrittsgeld alleine wert.“ Bei Quentin Tarantino sei es ansonsten immer so gewesen, dass er das Letzte aus den Schauspielern herausgeholt habe. „Das habe ich dieses Mal nicht so empfunden“, meint Micha. „Auch Eli Roth und Brad Pitt waren blass, etwas austauschbar, solide.“ Einen Grund kann Micha sich dafür denken: „Das kann auch an der Ensemblegröße liegen.“ Kein anderer Schauspieler habe schließlich so viel Zeit im Film bekommen wie Christoph Waltz, da habe niemand seinen Charakter wirklich entwickeln können. „Ich muss weg“, sagt Micha und stürzt seinen Kaffee herunter. „Jetzt ist eine Lesung in der Kemenate, da helfe ich.“

Oliver

1. Alles Gute, dass die so bleiben, wie sie sind, und dass sie uns so lange wie möglich erhalten bleiben.

„Ich kenne sie erst seit der Hälfte der Zeit“, stellt Oliver fest. „Möchte ich nicht mehr missen.“

2. Ich hoffe, dass wir noch mindestens eine Null dranhängen werden.

André legt Olivers Bestellung auf die Theke, „Agilok & Blubbo“ von The Inner Space, einmal auf Vinyl und einmal als CD. „Das ist die Vorläuferbesetzung von Can“, erklärt Oliver. „Ungefähr sechs Wochen später haben sie sich Can genannt.“ Er betrachtet das Sexploitation-Cover der LP und den Bandnamen. „Das war mir bis vor vier Wochen auch noch kein Begriff.“ Natürlich hat Oliver auch das aktuelle Album von Phillip Boa, „Diamonds Fall“. Denn da spielt Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit mit. Auf der nächsten Boa-Tour wird Liebezeit auch dabei sein. „Da gibt es zwei Termine: am 3. Oktober in Hamburg und am 10. Oktober in Berlin“, sagt Oliver. „Das sind für mich die einzigen Optionen, weil ich aufs Wochenende achten muss.“ Von Boa hält Oliver auch ohne Liebezeit viel. „Der macht sich in Braunschweig rar, auf den letzten zwei Touren musste ich ihn in Hannover sehen“, beklagt er sich. Er schwärmt von Boas Alben, von Boas dauerhaft guter Qualität. „Und wenn mal ein Album nicht gleich kickt, dann spätestens nach einem Jahr.“

Laura

1. Mehr Soul-Partys.
2. Runde Atmosphäre – weil die 2 rund ist.

Miriam

1. Weiterhin viel Erfolg und Sonnenschein.
2. Die beiden Chefs – Chris und André.

Oliver kommt aus Bad Harzburg. „Ich habe heute extra früher Feierabend gemacht, um die LP und die CD zu kriegen“, erzählt er. Chris, von seinem PC-Arbeitsplatz an die Theke getreten, berichtet davon, wie sie versucht haben, beides zu bestellen. „Ein kleines italienisches Label hat die herausgebracht“, sagt Chris. „Das war nicht einfach, die zu finden – unter Soundtracks haben wir sie dann gefunden.“ Oliver nickt. „Agilok & Blubbo ist auch ein Film, von dem ich noch nie gehört habe.“ Dann nimmt er wieder bezug zu Chris’ Sucharbeit: „Das ist halt was Schönes – ich krieg hier nie zu hören: Geht nicht.“ Chris bestätigt grinsend: „Geht nicht gibt’s nicht.“ Oliver will nach Hause, sich heute wenigstens noch die CD anhören. „Bevor ich euch kannte, musste ich immer nach Hannover fahren, um fähige Leute zu finden“, sagt er noch und geht dann.

Neue Speisekarten gibt es im Riptide. „Die Bilder, die im Hintergrund zu sehen sind, sind hier abfotografiert“, sagt André und präsentiert das Werk. „Sieht jetzt aus wie von einer Kette“, grinst er. „Audrey hat’s gemacht“, sagt er und blättert zum Foto mit dem riesigen Muffin. „Sieht doch zum Reinbeißen aus“, grinst er wieder. Dann zeigt er auf den geschriebenen Inhalt. „Bei den Crêpes hat man jetzt selber in der Hand, wie man’s zusammenstellt.“ Die Zutaten sind nämlich einzeln aufgelistet. Auch neu war ein Stapel Kalender vom Café Riptide, im Checkkartenformat. „Die sind aber schon alle weg“, sagt André. „Die Leute sind gewappnet fürs nächste Jahr.“

Matze

1. Alles Gute, genauso weitermachen wie bisher, dass das Riptide die nächsten zwanzig – ach, hundert Jahre Braunschweig erhalten bleibt.

André wirft dazwischen: „So lange muss ich hoffentlich nicht arbeiten!“ Matze wehrt ab: „Ich hab erst mal geschätzt, wie alt du bist, und dann doch lieber hundert gesagt.“

2. Ich habe bisher zwei CDs hier gekauft – zu wenig.

Und er fügt hinzu: „Aber die ein- oder andere Platte!“ Und grinst.

Der Plattenladen Riptide ist in die Liste auf www.meinplattenladen.de aufgenommen, erklären Chris und André. Das bedeutet, dass es im Riptide gelegentlich limitierte Tonträger gibt, die man woanders nicht bekommt. „Die Element-Of-Crime-Single haben wir“, sagt André. Chris ergänzt: „Die B-Seite ist exklusiv, die gibt’s nur für kleine Plattenläden, die A-Seite ist vom Album“. Das Album heißt, wie die Single, mit falscher Interpunktion „Immer da wo du bist bin ich nie“, auf der B-Seite findet sich das Andreas-Dorau-Cover „Blaumeise Yvonne“. „Nur für ausgesuchte Plattenläden, das kriegen keine Großen“, sagt André.

„Kannst du was von Fall Of Efrafa bestellen, das ist eine Hardcore-Band“, fragt Markus André. Der guckt am PC nach und bestätigt: „Ja, kann ich bestellen, ist eine Doppel-LP, als Import, das dauert dann aber etwas.“ Das Album heißt „Inlé“, Efrafa ist der Name eines Landes in „Watership Down“. Markus bestellt das Album.

Markus

1. Dass es so bleibt, wie es ist.
2. Doppel-LP.

Malte

1. Mehr Auftritte. War ja auch ab und an, dass ein DJ hier war – dass das beibehalten wird.
2. Dass ich noch zum zweiten Mal wiederkommen müsste.

Tatsächlich ist Malte zum ersten Mal hier. „Ich habe davon im Internet gelesen, es aber nie hergeschafft“, sagt er. „Ich muss das mal begutachten hier.“ Er guckt sich um. „Dabei wohne ich schon zwei Jahre in Braunschweig – noch eine Assoziation zur zwei.“ Zeit zum intensiven Begutachten hat er heute jedoch nicht, Markus und Malte müssen los.

Fiona

1. Dass es noch länger bestehen bleibt – ich find’s gut hier.
2. Ich habe mir hier zwei Platten gekauft und war auf zwei Konzerten. Ich wohne zwei Jahre in Braunschweig, ich bin hier also her gezogen, als das Riptide aufgemacht hat.

Fiona ist mit Matze hier. Sie kommen beide aus Helmstedt. Neben der mittelalterlichen Altstadt gebe es dort nicht viel zu sehen, meinen sie. Matze empfiehlt „Kalt u. heiß Heinz“, einen Schnellimbiss. „Gleich neben dem Hausmannsturm“, sagt Matze. „Als ich noch zur Schule ging, haben wir in den Freistunden immer den großen Helmstedter Gastronomiecheck gemacht – da war Kalt u. heiß Heinz die klare Nummer Eins.“ So klein sei die Auswahl an Gastronomiebetrieben in Helmstedt nicht, dass das zwangsläufig so wäre, sagt Fiona: „Es gibt jede Menge Dönerläden.“ Und sogar einen Club, in dem es ab und zu einigermaßen alternativ zugeht, so Matze: „Das Number One auf dem Holzberg.“ Fiona konkretisiert: „Da gibt es einmal im Monat eine Indieparty – was heißt Indie, die sind nie über Green Day und Blink 182 hinausgekommen.“ Den Laden gibt es aber schon lange. „Da haben meine Eltern sich kennen gelernt“, erzählt Matze. Fiona nickt. „Meine Oma ist da auch schon hingegangen.“ Matze weiß: „Da hatte der aber noch einen anderen Namen.“ Green Day und Blink 182 sind auch nicht der Geschmack von Matze und Fiona. „Aber wir haben dazu getanzt, weil wir uns gefreut haben, mal was mit Gitarre zu hören“, sagt Fiona. „Wo ‚Summer Of ’69’ gespielt wird, ist keine Indieparty“, findet Matze. Sie zählen lauter Songs auf, die in das Schema hineinpassen, und Fiona landet bei „Time Of My Life“. Jetzt, da Patrick Swayze tot ist, wird das bestimmt öfter wieder irgendwo gespielt. Matze erinnert sich an den Film „Die rote Flut – Red Dawn“, in dem Swayze und Charlie Sheen mitgespielt haben. „Da besetzen russische Truppen die USA, Swayze und Sheen sind Teenager, die sich in die Wälder zurückziehen und eine Rebellentruppe bilden“, sagt Matze. „Ziemlich schlechter Film.“ Außer „Ghost“ und „Dirty Dancing“ gibt es kaum Filme, vor allem neuere, in denen Swayze eine Rolle gespielt hatte und die erinnernswert sind. „Donnie Darko“, fällt Matze ein. „Da hatte Swayze ein ähnliches Comeback wie Kurt Russel in ‚Death Proof’.“ Fiona weiß: „Von ‚Donnie Darko’ gibt es bald einen zweiten Teil, da geht es um die Schwester, die ist auf einem Road Trip und hat Visionen, ähnlich wie Donnie – der soll aber schlecht sein.“ „S. Darko“ heißt der und ist direkt auf DVD erschienen, wie schon sein Prequel. „Der ist auch nicht vom Original-Regisseur, der hat sich davon distanziert“, ergänzt Matze. Die beiden wollen jetzt bei André ihre Rechnungen begleichen und entdecken die Quartettspiele auf der Theke, Seuchen, Tyrannen und Rauschgift. „Wir haben immer Perso-Quartett gespielt, als wir auf Rucksacktour waren“, erzählt Fiona. „Ich hab immer verloren: in Größe, Alter…“ Matze widerspricht: „Bei Hausnummer hast du mich geschlagen.“ Unterwegs waren sie in Italien und Griechenland, zu viert. Und haben unzählige Geschichten mitgebracht. Wie die von dem Mexikaner, der ihnen auf einem Hausdach in Athen erzählt hat, dass sie in Mexiko jeden Tag Party feiern, von Montag bis Sonntag. „Wir haben lustige Leute getroffen“, schließen sie in Erinnerungen schwelgend und verabschieden sich.

Matthias

1. Dass es größer wird und noch mehr Platten hat.

„Ich bin zum ersten Mal hier“, sagt Matthias.

2. Wir sind zu zweit.

Zwei geschäftsmäßig aussehende Männer in Hemd und lockerer Krawatte, die draußen zusammen Kaffee getrunken haben und jetzt weiter wollen. „Mein Sohn verkehrt hier regelmäßig, der spielt bei Trick Seventeen“, sagt Matthias. „Die haben den Band Battle gewonnen und auf der Expo-Plaza vor Peter Fox gespielt.“ Er guckt in Richtung der Platten und nickt mit dem Kopf. „Ich sammle Vinyl“, sagt Matthias. „Bei Raute Records war ich schon, aber hier noch nicht.“ Der, der Matthias zu zweit sein lässt, heißt Uwe. „Ich habe eine Einladung für einen Vortrag zum Thema Rücken bekommen“, erklärt Uwe. Er hat ein Buch dabei, erst wenige Woche alt: „Rückerts kleine Rückenschule“ aus dem Humboldt-Verlag. Sein Buch. „Den Vortrag halte ich heute vor der KV, der Kassenärztlichen Vereinigung“, sagt Uwe. „Der Sohn, der in der Gruppe spielt, hat mich eingeladen.“ So waren Matthias und Uwe aufeinandergetroffen, Matthias wollte Uwe auf einen Kaffee einladen und hat sich an den Vorschlag seines Sohnes erinnert, mal das Riptide auszuprobieren. „Ich komme aus Hamburg, ich bin zum ersten Mal überhaupt in Braunschweig“, sagt Uwe. Er lobt das Riptide und findet einen passenden Vergleich: „Das ist wie die Schanze.“ Matthias fragt derweil nach der neuen Porcupine Tree auf Vinyl. „Die kommen nach Hannover“, sagt er strahlend. „Im Vorprogramm: Robert Fripp!“ Zu Uwe gewandt: „King Crimson!“ Sie gehen nach draußen.

Nina

1. Es soll weitere hundertzehntausend Jahre bestehen und bitte sich in Idealismus nicht ändern zum Schlechten hin – man kann sich ja immer verbessern. Zum Beispiel Cola-Angebote, dass sie nichts anbieten, was man nicht unterstützen sollte.

Um sich Inspiration für die Antwort auf die zweite Frage zu holen, geht Nina kurz vor die Tür, guckt an der Fassade hoch und kommt wieder rein.

2. Zwei Riptides wären besser in Braunschweig.

Johanna

1. Viele Gäste und dass der Smoothie genau so lecker bleibt.
2. Zwei verschiedene Räumlichkeiten.

Wer Nina kennt, kennt sie zumeist tanzend. Jetzt hat sie einen frischen Hot Dog in er Hand, den sie gleich verspeisen will. „Bei Musikveranstaltungen, bei denen Live-Bands spielen, tanze ich auf der Bühne mit den Bands“, erklärt Nina. „Das mache ich öfter.“ Und auch demnächst wieder: „Am 2. Oktober im Jolly Joker bei der Sunsation.“ Am liebsten tanze sie bei Bands auf der Bühne, doch bei der Sunsation lege ein DJ elektronische Musik auf, Klangachse, wie Nina erklärt. „Der macht was im Chill-Out-Bereich, er legt auf und der Gitarrist von Le’Band spielt dazu und ich bin die Tänzerin“, sagt Nina. „Ich nenne mich noch um, DiscoNina passt nicht mehr.“ Das erinnere zu sehr daran, dass sie diesen Namen trägt, seit sie deutlich jünger war als jetzt. Der zweite Tanzauftritt ist am 16. Oktober im Meier, bei einer Release-Party eines Samplers mit lokalen Bands. „Vielleicht – wenn’s klappt“, schränkt Nina ein. Ihre Wunsch-Bands, bei denen sie tanzen will, sind Le’Band und Due e la Donna. Sie tanzt Ausdruckstanz, erklärt Nina weiter. „Ich lerne gerade die Grundtechnik, man tanzt, wie die Stimmung ist, in Verbindung zu der Musik, die einen umgibt.“ Zuletzt war sie beim Kulturschaufenster 38118 am letzten Freitag auf der Bühne am Frankfurter Platz zu sehen, unter anderem bei Müller & die Platemeiercombo. Und die wiederum spielen nicht nur ebenfalls am 16. Oktober im Meier bei der New City Rock Release Party, sondern einen Tag später auch im Riptide.

Timo

1. Dass es noch ganz viele tolle Konzerte gibt von Bands, die ich auch gerne mag, und dass es stattfindet, wenn ich Zeit habe.
2. Von zwei zu zwanzig: Ich habe mir das Peter-Doherty-Album letztens gekauft, dass hat über 20 Euro gekostet. Natürlich auf LP.

Timo lässt sich von André die „Klang“-CD von The Rakes geben. Er setzt sich an die CD-Player am Fenster und hört in das Album rein.

Chris sitzt immer noch am PC und plagt sich mit Kompabilitätsproblemen. Im Gegensatz zu Micha war Chris bei der Eröffnungsparty des Universum-Kinos, wie Chris erzählt. „Das hat Donnerstag aufgemacht, Mittwoch war Eröffnung für Sponsoren, Freunde, Politiker, Architekten, Vereine – und mich.“ Er lacht und zuckt dabei mit den Achseln. „Ich arbeite seit acht Jahren fürs Filmfest, als DJ, Werbesponsor – da war ich eingeladen.“ Die Leute vom Filmfest leiten jetzt nämlich das Universum. Einen Sektempfang und einen roten Teppich habe es gegeben. „Es war schön, alle wiederzusehen“, sagt Chris. Eine Führung habe es gegeben, durch die zwei übrig gebliebenen Filmsäle und das Bistro, das sie im dritten eingerichtet haben. Das Bistro heißt Abspann. „Den Namen find ich gut“, sagt Chris. Nach einigen Ansprachen sei man zum Filmegucken gekommen. „Zuerst einen belgischen Kurzfilm, ‚Kwiz’, völlig genial“, sagt Chris. „Und dann den griechischen Eröffnungsfilm, der erste Film, der da lief im Universum.“ Chris strahlt. „Das ist so wichtig für ganz Braunschweig“, sagt er. „Ich hoffe, dass sie leben können.“ Er sinniert. „Das war ein richtig schöner Abend, eine schöne Eröffnung, hat Spaß gemacht.“ Und dann war Chris auch am Samstagabend in der ehemaligen Krabbenkuppel bei der aktuellen Ausgabe des Silver Club. Da hat Chris aufgelegt, unten im Gewölbekeller, der einmal ein griechisches Restaurant war. Régine Rius las Serge Gainsbourg. Toddn legte auch auf. „Und Michel von Such A Surge, der Ex-Sänger, stand hinterm Tresen und hat mir eine Cola verkauft“, wundert sich Chris. Außer Toddn und Chris war noch Christoph als DJ dabei. „Spex-Redakteur und Intendant von irgendetwas, der ist kürzlich von Berlin nach Braunschweig gezogen, auf ein Dorf in der Nähe“, berichtet Chris. „Wir haben uns gut verstanden.“ Zwei Kunstausstellungen hat es gegeben, eine davon waren Bilder, auf LKW-Planen gemalt. „Die hingen im Eingangsbereich, Iggy Pop war auf einem drauf“, sagt Chris. Der Silver Club war wegen des DJ-Auftrags auf Chris zugekommen, sagt der. „Sie haben mich schon öfter gefragt, du musst kommen, unbedingt, aber es hat nie zeitlich hingehauen.“ Aber jetzt. „Mir hat’s Spaß gemacht, trotz der Hitze“, sagt Chris. „Lustig war’s, in dem Laden wieder zu sein, der original aussah wie früher, vor 19 Jahren, als ich Vegetarier wurde.“ Bis damals sei er regelmäßig mit seiner Jugendgruppe beim Griechen gewesen. „Immer schön Gyros und Pommes“, so Chris. „Erst vor einem Jahr wurde mir klar, dass der Laden dicht hat – und das schon sechs Jahre.“ Was damit passiert, ist noch nicht ganz sicher, doch: „Toddn will da demnächst seine ‚Please Kill Me’-Lesung halten.“ Am 10. Oktober nämlich. Toddn nennt die Krabbenkuppel in seiner Ankündigung Französische Botschaft. Chris wendet sich wieder seinem PC-Problem zu.

Sven Supernova

1. Dass es so weitergeht.
2. Ich hab auf jeden Fall schon mehr als zwei Platten hier gekauft.


Matze (van Bauseneick)
www.krautnick.de

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