#148 Denksportgruppe Nowak

16. Januar 2020


Mittwoch, 15. Januar 2020

Die Ereignisse holten mich während des Quizabends ein. Erschütternd genug, soll es jetzt zunächst um das Sonnige dieses dunklen Abends gehen.

Mitgefangen! Bastian Till vom Kurt-Magazin aus Gifhorn hatte die Idee, Arni und mich als seine Braunschweiger – und Ex-Gifhorner – Mitstreiter zum Kneipen-Quiz im Riptide zu verpflichten, und lud noch zwei uns beiden unbekannte Gifhorner dazu, das Quintett zu vervollständigen. Mit diesen beiden, Kristin und Harald, einigten wir uns im Vorfeld via Whatsapp – gegen die Einzelstimme des Nachnamensträgers – für die Gruppenbezeichnung „Denksportgruppe Nowak“, trotz attraktiver Alternativvorschläge wie „K-BAHM“ oder „Insanitäter“; so ließ sich die Aktion also schon im Vorfeld vielversprechend an. Der arme Arni geriet damit indes in einen Interessenkonflikt, denn der Illustratorenstammtisch hatte seinerseits seine Teilnahme am Quiz kundgetan, und als Mitglied desselben wäre er eigentlich auch dort eingesetzt gewesen, aber wir blieben geschlossen bei unserer Südheideverbindung.

Dennoch gesellen Arni und ich uns zunächst zum Illustratorenstammtisch, besser: zu Ben, dem Initiatoren und zurzeit noch einzigen Mitglied, das hier im Riptide anwesend ist. Nach und nach trudeln weitere Illustratorinnen ein, nur unsere Denksportgruppe nicht. Einige resümieren Kneipenquizerfahrungen, andere haben noch gar keine; Roberta und ich erinnern uns an das Pub Quiz im Wild Geese, damals, als noch nicht jeder das Internet mit sich herumtrug und das Höchste des Mogelns noch eine heimlich abgesetzte SMS war. Damals gab es auch nicht nur Wissensabfragen, sondern auch Aktionsfragen wie „Wie viele Seepferdchen befinden sich an dem Brunnen auf dem Altstadtmarkt?“, für deren Beantwortung jede Quizzergruppe einen Abgeordneten auf den Platz abkommandierte. Seitdem weiß ich überhaupt erst, dass sich Seepferdchen an dem Brunnen befinden. Quizzen bildet also. Eine andere Illustratorin berichtet von einem Afrika-Quiz, das die Ingenieure ohne Grenzen im Riptide veranstalteten und das sie mit einer Germanisten-Gruppe gewann. Und von der Smartphone-App Quizduell ist kurz die Rede, da teilt Gerrit auch schon die Antwortbögen aus.

Gerrit ist heute der Quizmaster, und er ist dies überhaupt erst zum zweiten Mal beim Riptide-Quiz, nach seinem Einstand im Oktober, als er den Haupt-Quizmaster Sven erstmals vertrat. Gerrit sammelte seine Quizmastererfahrungen vornehmlich privat, und in einem solchen Rahmen sprach ihn Chris einmal darauf an, ob er sich als Einspringer einbringen wollen würde, und Gerrit sagte erfreut zu. Mit einer Einschränkung: „Mein Quiz ist aufwändiger als Svens“, deshalb stünde er leider nicht monatlich zur Verfügung. Was das zu bedeuten hat, erfahre ich ja gleich, wenngleich ich auch Svens Quiz nicht kenne.

Nun trudelt die Denksportgruppe Nowak auch endlich vollständig ein, inklusive der druckfrischen Kurt-Ausgabe. Harald und Kristin entern das Sofa, Bastian Till, Arni und ich hocken uns auf die Würfel davor. Sämtliche Tische um uns herum sind mit Quizgruppen belegt, maximal fünf Ratende stark dürfen diese sein. Während Kristin uns noch kollektiv dazu verführen will, Kurze zu trinken, versucht Imke, unsere Bestellung aufzunehmen, die zunächst aus vier Wolters und einer Limonade besteht. „Hast du die Kurzen auch?“, fragt Kristin. Imke entgegnet: „Ich habe den Ruf gehört, das aber nicht als Bestellung aufgefasst.“ Das ändert sich nun, Kristin ordert vier Mexikaner und Arni für sich einen Tullamore Dew. Außerdem möchte Bastian Til einen Gin Tonic trinken und entscheidet sich bei der verfügbaren grünen Zutat für Gurke, nicht für Limette. Er strahlt: „Ich hab Saufbock, und ihr?“ Arni zuckt die Schultern: „Ich bin nur zum Spaß hier.“

Die Zettel mit den Antwortmöglichkeiten liegen nun auf den Tischen, Gerrit bittet uns, einen „schmissigen Gruppennamen“ darauf zu notieren, und erklärt den Ablauf. Sechs Runden sind vorgesehen, davon drei mit Fragen, zwei mit Bildern und eine mit Musik sowie einer Pause nach drei Runden. Enttäuschtes Jaulen folgt auf seinen Hinweis, es gebe „keine Humorpunkte bei mir mehr“, anders als noch im Oktober sowie bei Sven, denn „das ist viel zu subjektiv“. Er empfiehlt dennoch: „Raten ist immer gut, besser raten als nichts hinschreiben.“ Sobald nach Personen gefragt sei, reichten Nachnamen aus, bis auf bei gekennzeichneten Ausnahmen. Außerdem ordnet er den Abend einem Thema unter: Farben, weil der Januar dunkel und grau sei. „Alles hat irgendwas mit einer Farbe zu tun“, sagt Gerrit, „wenn in der Frage keine Farbe vorkommt, dann in der Antwort.“ Aha! Gut zu wissen.

Und los geht es. Bastian Till notiert unsere Antworten. Welcher Farbstoff ist dafür verantwortlich, dass Blätter grün werden? Wir grübeln in der Gruppe. „Pfefferminz“, schlägt Arni vor. „Pfeffi!“, jubelt Bastian Till, und fragt dann laut: „Der Nachname reicht, ja?“ Klar: Westernhagen. Nach sieben solcher Fragen teilt Gerrit Zettel aus mit Bildern darauf sowie weiteren Fragen dazu. Nicht über Power Point, das gefällt mir. Obwohl Harald dafür mit Blick auf den Glitterball unter der Decke eine gute Lösung hätte: „Über die Kugel projiziert, die dreht sich ja mit.“ Ab jetzt übernimmt Kristin das Schreiben für uns. Bei den Antworten hilft uns der Hinweis mit der Farbe definitiv oft aus der Patsche, so manche schnelle Lösung überdenken wir mit diesem Hinweis. Bastian Till ist skeptisch: Bei der Frage nach einem abgebildeten Himmelskörper sei weder in der Frage noch in der Antwort „Mars“ eine Farbe untergebracht. Doch, er ist doch der Rote Planet. Der Groschen fällt bei ihm laut.

Als nächsten Block teilt Gerrit Textfragen aus, anstatt sie vorzulesen, und gibt uns Quizzenden für die Lösung sieben Minuten Zeit. Die Fragen drehen sich um das Spezialthema Schwarz-Weiß. Während wir an den Antworten knobeln, sinniert Bastian Till darüber, dass nach seinen Erfahrungen sowohl solche Kneipen-Quiz-Veranstaltungen als auch die Fragen vornehmlich männlich dominiert seien. Mit Blick auf die Schwarz-Weiß-Zettel vor uns halte ich mit unseren soeben notierten Lösungen Brooke Shields, Ulrike Meinhof und Rosa Parks dagegen. Auch Harald bemerkt dazu: „Im Baader-Meinhof-Komplex sind beide Geschlechter gleichwertig vertreten.“ Bastian Till nickt und beugt sich noch verschwörerischer zu uns: „Als ich in Gifhorn als Bürgermeister kandidierte, sollte ich einen Fragebogen für die Zeitung ausfüllen, da hab ich sie als politisches Vorbild angegeben.“ Wen, Ulrike Meinhof? Er lacht lauthals: „Ja, die habe ich dann aber wieder durchgestrichen und Rosa Parks hingeschrieben.“

Pause. Gerrit sammelt die Antwortbögen ein. Nach einem notdürftigen Abstecher in die Rip-Lounge gegenüber blickt sich Kristin im Café um und teilt Bastian Till mit: „Ich glaub, ich war doch schon mal im Riptide.“ Der stutzt: „Hast du das am Badezimmer erkannt?“ Kristin wischt den Einwand beiseite und wühlt in ihrer Erinnerung. Ein Treffen mit einer Gruppe in der Lounge kommt dabei zum Vorschein, im Rahmen einer unbestimmten anderen Aktion. „Weißt du, wo die Tourist-Information ist?“, fragt sie Bastian Till. Der wehrt ab: „Nein. Ich war noch nie als Tourist in dieser Stadt.“ Während Emil nun weitere Bestellungen von uns aufnehmen möchte, murmelt Bastian Till noch etwas davon, dass er Kneipen „am Badezimmer erkennen“ könne. Kurz vor Küchenschließung geben Harald und Kristin noch Speisen bei Emil in Bestellung, Hotdog und Fladenbrot, sowie eine weitere Runde Bier für alle. Bastian Till guckt in sein Gin-Glas: „Brauche mir nix zu essen zu bestellen, hab ja noch Gurke.“

Die Teilnehmer sammeln sich nun wieder, denn Gerrit läutet zur zweiten Halbzeit. „Ich bin beeindruckt“, stellt er nach dem Austeilen der korrigierten Antwortzettel fest. „Entweder sind alle Gruppen gut oder meine Fragen schlecht“, sagt er, denn die Teams seien nicht nur makellos, sondern auch weitgehend gleichauf: „Eine Gruppe hat sogar die volle Punktzahl.“ In unserer Denksportgruppe stellen wir fest, dass niemand von uns die Fragen hätte allein beantworten können. Brooke Shields! „Nicht meine Zeit“, sagt Bastian Till, Arni nickt dazu und Harald fragt ihn: „Wann war denn deine Zeit?“ Arni antwortet: „Ich warte eigentlich darauf, dass die noch kommt!“

Während Gerrit die korrekten Antworten durchgibt, bekommt Emil die nächste Bestellung von Bastian Till: „Fünf Mexikaner!“ Denn: „Ich habe gesagt, wenn die Frage falsch ist, gebe ich die aus.“ Er war sich nämlich sicher gewesen, dass die blauen Pferde von Paul Klee waren, doch Gerrit gibt soeben Franz Marc als Lösung an. „Harald hat es gesagt“, ruft Kristin, doch es hilft ja nichts.

Bei der nächsten handelt es sich um eine Musikrunde, mit der Besonderheit, dass wir zwar Songtextauszüge bekommen, zu denen wir Interpret und Titel zu nennen haben, aber dass Gerrit diese Auszüge auch noch selbst singt. Was uns tatsächlich hilft, weil wir manche Lieder erst an der Melodie erkennen. Den „Goldenen Reiter“ von Joachim Witt singen die Quizzenden ringsum kurzerhand mit. Bei zwei Songs müssen wir trotzdem passen, die sagen uns gar nichts. Dann teilt Gerrit wieder Bilderzettel aus. Ein Bild zeigt den Roten Baron, wir grübeln, wie der wohl richtig hieß, und kommen bald auf Richthofen, fragen uns aber nach dem Vornamen. Arni kennt ihn: „Baron von.“ Superheldenfilme liegen nicht allen von uns, Fußballfragen beantworten wir auch eher nach Gefühl, Harry Potter ist eher ein Spezialthema für Einzelne aus der Runde. Dann stellt Gerrit wieder offene Fragen an alle: „Welcher Künstler ist für seine Blaue Periode bekannt?“ Das weiß Bastian Till: „Harald Juhnke.“ Zwei Fragen drehen sich um Körperteile, Gerrit fragt nach dem Gelben Fleck und nach dem Gelbkörper. „Ich weiß, wo der gelbe Fleck sich bei manchen Leuten befindet“, sagt Harald, und Bastian Till konkretisiert: „In der Unterbüx?“ Auf allgemeine Bitte wiederholt Gerrit die erste Frage: „Wo befindet sich der Gelbe Fleck?“, und Bastian Till schlägt vor: „Wollen wir mal nachgucken?“

Sämtliche Antworten sind notiert. Eigentlich ist das Quiz nun beendet, aber Gerrit sieht noch etwas Zeit übrig und schlägt eine weitere Musikrunde vor, nur dieses Mal ohne ausgeteilte Texte. Er singt und wer als erstes „Stop“ ruft, bekommt die Möglichkeit, Interpret oder Titel zu sagen und für beides jeweils einen Punkt zu sammeln. Wer eines nicht weiß, reicht die Chance auf den anderen Punkt an eine andere Gruppe weiter. Ein „Battle“ gewissermaßen, sagt Gerrit, und droht für Falschnennungen sogar Minuspunkte an. Bastian Till guckt uns an: „Spielen wir jetzt auf Sieg oder einfach nur gegen die anderen?“

Mit den anderen, klar. Gerrit singt und aus einer Ecke ertönt ein „Stop“. „Schwarz zu blau“ von Peter Fox war aber die falsche Antwort, und weil es dafür ja Minuspunkte gibt, will Gerrit von der Antwortenden an dem üppig gefüllten Tisch genau wissen: „Gehörst du zu der Gruppe oder zu der?“ Bastian Till antwortet für sie pragmatisch: „Wenn’s falsch war, zu denen!“ Den nächsten Song erkennt Harald nach einer Zeile: „Lady In Red“ von Chris de Burgh, und er fügt auch hinzu, dass ihm das peinlich ist, dass er uns aber den noch schlimmeren Refrain ersparen wollte. Wir danken es ihm. Von Rammstein ist das nächste Lied, rät jemand neben uns, doch so, wie Gerrit es anstimmte, dachte ich zunächst an Roland Kaiser, doch der Punkt geht tatsächlich an Rammstein.

Das Quiz ist nun vorbei. Gerrit sammelt wieder alle Antwortbögen ein und begibt sich damit in Klausur, legt aber noch als Bonus zum Selbstknobeln einen weiteren Bilderzettel aus. „Wir wollen noch Biere“, sagt Bastian Till zu Emil. „Wie viele?“, fragt der, und auf Bastian Tills „vier“ wehre ich ab, ich muss morgen früh raus und weiß, dass das vierte nicht für Kristin vorgesehen ist, die sich anders labt. Doch der Chef insistiert kopfschüttelnd: „Vier.“ Also gut. Harald murmelt Emil nach: „Für mich auch vier.“

In der Pause vor der Siegerehrung widmen wir uns dem dritten Bilderzettel. Ein Bild zeigt einen gezeichneten roten Stier, und Kristin ist überzeugt, dass der aus „Das letzte Einhorn“ stammt, was dazu führt, dass sie und Harald „The Last Unicorn“ anstimmen. Uns ist dabei jedoch nicht klar, was das mit einer Farbe zu tun hat. Deshalb schlägt Bastian Till hell strahlend einen anderen Titel vor: „Ich weiß: ‚A Clockwork Orange‘, ich hab das nämlich verstanden mit den Farben!“ Derweil ermittelt Kristin bei IMDB.com, dass ihre Antwort sehr wohl stimmt. „Üni ist ja auch eine Farbe“, bemerkt Bastian Till. Die beiden bunten Tentakel auf einem der Bilder stammen aus dem alten Computerspiel „Day Of The Tentacle“, und Arni erinnert sich an den Titel des ersten Teils: „Maniac Mansion!“ Auch da ist nirgendwo eine Farbe drin, aber Harald erkennt das Konzept: „Es sind bunte Bilder.“ Gerrit erklärt uns später, dass der Stier tatsächlich „Roter Stier“ heißt und dass die Tentakel „Purpur“ und „Grün“ genannt werden.

Wie nun aber kommen Kristin und Harald überhaupt in diese Runde? Die beiden kennen sich aus der Schulzeit von vor rund 20 Jahren, da war er ihr Lehrer, „und Kristin erkannte mich nach 17, 18 Jahren wieder“, erzählt Harald. Und das war in einem Chorprojekt, an dem sie beide teilnahmen. Kristin nun sah jüngst bei Facebook, dass Bastian Till auf die Veranstaltung zum Quizabend mit „interessiert“ reagiert hatte: „Das fand ich interessant“, so kam diese Denksportgruppe also zustande.

Nun steigt die Spannung, denn Gerrit kehrt mit den Zetteln zurück und gibt zunächst die richtigen Antworten preis. Manfred heißt er, der „Baron von“! Der Gelbe Fleck befindet sich im Auge, genauer: auf der Netzhaut, und Harald bemerkt mit süffisantem Seitenblick: „Einige von uns haben’s gestrichen.“ Alles ist durchgesprochen, jede Gruppe macht sich im Geiste Striche an den ausgefüllten Antwortbögen, die Gerrit nun bis auf die der ersten drei Plätze an die entsprechenden Gruppen zurückgibt. Dazu ruft er deren Namen auf: „Wer waren ‚Die fünf Fragezeichen‘“, er wendet sich an den Tisch neben sich: „Hier?“ Bastian Till deutet irgendwohin: „Nee, die zwei da!“

Zu unserer Überraschung bekommen wir unser Blatt noch nicht ausgehändigt. Wir Chaoten unter den ersten drei Plätzen? Absurd! Für die drei Besten hat Gerrit „Süßigkeitenschmankerl“ dabei, passend zum Thema Farbe eine Tüte Gummibärchen für den dritten Platz. Das ist: „Auskatzeichnet“, also das Team des Illustratorenstammtischs. Huch, immer noch nicht wir! Der Tisch neben uns und wir bleiben jetzt noch übrig. Gerrit tritt in die Mitte dazwischen. „Die haben von uns abgehört“, sagt Kristin vorauseilend rechtfertigend, und Harald ergänzt: „Die haben sogar Sachen gehört, die wir gar nicht gesagt haben!“ Doch Irrtum, nicht wir sind der Zweitplatzierte, sondern das Team nebenan, „#släuftin2020“!

Nicht zu fassen. Ausgerechnet! Wir kennen uns teilweise untereinander noch gar nicht, sind einigermaßen angeheitert und albern herum, haben also den bestmöglichen Spaß, den wir uns bei einem superspannenden Quiz im Riptide vorstellen können. Und dann gewinnen wir auch noch. Die Krönung! Wir bekommen Ritter Sport Minis von Gerrit, die wir untereinander aufteilen, sowie den Hauptpreis vom Riptide, einen Gutschein. Über dessen Verwendung sind wir uns relativ einig, Bastian Till fasst es mit Blick auf folgende mögliche Quizteilnahmen zusammen: „Wir sammeln die und drohen, sobald wir mal nicht gewinnen, lösen wir die ein!“

Wir sind erschöpft und glücklich. Echt, besser kann so ein Abend nicht sein. Dennoch bleibt bei den meisten an unserem Tisch ein Restdurst. Bastian Till blickt sich nach Emil oder Imke um und grübelt: „Ob die noch – ausschenken?“ Kristin versteht das Gemurmel nicht: „Ob die – was?“ Na: Optimal! Arni nickt: „Optimal rumkommen?“ Gelächter. „Wieso habt ihr Spaß?“, fragt Harald. „Das war vorwurfsvoll gemeint.“

Eine Sonne, dieser Abend. Eine notwendige Sonne im Dunkeln, und dieses Dunkle liegt leider nicht allein am Januar. Noch während des Quizabends erhielt ich die Nachricht, dass es für das Riptide an der jetzigen Adresse kurz vor dem 13. Geburtstag nicht mehr weitergeht. Ich bin erschüttert, ich kann mir ein Braunschweig, ein Leben ohne das Riptide nicht vorstellen. Mir ist der Ort so vertraut, und alles ist für mich immer noch so neu, so frisch, so eben gerade, dass ich selbst die mehr als zwölf Jahre nicht begreife. Geschweige denn das Ende des Riptide, wie wir es kennen. Je nun, blicken wir optimistisch in die Zukunft, und nehmen uns vor, mit der „Denksportgruppe Nowak“ noch so oft wie möglich beim Riptide-Quiz anzutreten.

Matthias Bosenick
www.krautnick.de

Fakebook

2 Reaktionen

  1. Gerrit
    1. Januar 2020 · 19:59 Uhr

    Hallo Matthias!
    Danke für den spannenden Bericht; war toll zu lesen. Und schön, dass euch der Abend und das Quiz offensichtlich ganz gut gefallen hat :-)
    Dann hoffe ich mal, dass die Denksportgruppe Nowak zukünftig Stammgast beim Riptide-Quiz wird… ich hoffe, dass ich im April nochmal dort das Quiz übernehmen kann und baue dann auf jeden Fall auf eure Teilnahme.
    Grüße,
    Gerrit

  2. matze
    1. Januar 2020 · 9:33 Uhr

    Hallo Gerrit,
    Hab vielen Dank!
    Wir haben unsere Whatsapp-Gruppe jedenfalls nicht gelöscht, da ist noch alles drin :)
    Auf bald!
    Matze.

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