#177 Xundheit!

Donnerstag, 23. Juni 2022

Wenn jemand mit zwei O wohnt, dann unternimmt er dies vorrangig in den Niederlanden, und der Name Woonwinkel leitet sich auch genau davon ab, besser: Er heißt übersetzt „Wohngeschäft“, also auch „Einrichtungshaus“, wie mir Inhaberin Julia erklärt, die ich als neue Nachbarin des Café Riptide heute kennenlerne. Sie ist mit ihrem „Concept Store“ sogar neuer im Magniviertel als das Riptide, nämlich genau ein Jahr erst, „fast zeitgleich mit Netta“. Ich setze mich zu ihr an den Kassentresen, der auch eine Theke in einem schicken Café sein könnte, vor mir frisch eingetroffener Armschmuck von Catalina del Mar aus Braunschweig, um mich herum und in dem verwinkelten großen Raum verteilt Schüsseln, Schalen, Körbe, Geschirr, Bilder, Pflanzen, Kissen, Sandalen sowie unzählige Kleidungsstücke und sogar Lebensmittel. Alles hat Raum zum Atmen, nicht nur wegen der Art, wie Julia alles anrichtet, sondern auch, weil die Decke angenehm weit entfernt ist. Julia hat gleich einen externen Termin, deshalb sprudelt sie sogleich los: „Ich habe 20 Jahre etwas Anderes gemacht, bei einem Energieversorger.“ Im Zuge diverser Umstrukturierungen verlor sich ihr Arbeitsplatz dort jedoch jüngst im Nirgendwo und sie fand sich kurzerhand freigestellt. Und mit einer Chance beschenkt: „Es war vor 25 Jahren schon mein Traum, sowas zu machen“, strahlt sie.

Anfang des vergangenen Jahres fuhr Julia durchs Magniviertel und stellte verwundert fest, dass Alex‘ Kochschule nicht mehr unter der bekannten Adresse in der Schloßstraße 8 residierte, was Julia einerseits um die Institution bedauerte, sich andererseits aber sofort in die Räume verguckte. Sie wusste nämlich: Einen Laden wie diesen eröffnet sie „entweder auf dem Dort oder im Magniviertel“. Inspiriert war sie zu ihrem Ladenkonzept von vergleichbaren Geschäften, die sie auf ihren Fahrten durch die Niederlande zu lieben lernte, „da gibt’s sowas öfter“. Im innerstädtischen kettenbasierten Einzelhandel sei es „auf der Strecke geblieben, in einem Raum zu stöbern, man findet eine Kleinigkeit zum guten Preis, nicht nur das Standardprogramm wie in jeder Stadt, und wo man einen Kaffee kriegt“. Im Januar dann trat sie mit dem Makler in Kontakt, mit dem sie sich sofort einig war, ließ daraufhin die Maler in den Laden – und durfte ihn prompt nicht eröffnen, weil schon wieder ein Lockdown angesetzt war. So hielt sie sich mit Abholungen an der Ladentür über Wasser und sorgte damit auch gleich dafür, sich einen kleinen Kundenstamm zu erschließen. „Das geht im Magniviertel gut“, sagt Julia dankbar, „es lief gut an, es spricht sich herum.“ Sie freut sich, dass ihr Woonwinkel zu einem „Netzwerkwinkel“ wurde.

Alle vier Wochen fährt Julia mit ihrem Mann Jörg in die Niederlande, um sich neu inspirieren zu lassen, sich mit neuer Ware einzudecken, vor Ort auch Kundenwünsche zu erfüllen, indem sie Fotos von in Frage kommenden Objekten macht und per Whatsapp abklärt, ob die Gegenstände auch den Kundenwünschen entsprechen. Vor lauter Gespräch komme ich gar nicht dazu, Julia zu fragen, wo genau in den Niederlanden sie sich denn umguckt, vielleicht kenne ich das ja. Oft war ich zwar noch nicht dort, aber jedes Mal gern; zuletzt an Pfingsten mit Guido, als wir eine alte Tradition wiederaufnahmen.

Ab 1994 unternahmen Guido und ich nämlich einmal im Jahr eine „Tour irgendwohin in Deutschland, wo wir beide noch nie waren“, von Peine ausgehend über die Jahre verteilt von Flensburg bis Neuschwanstein, von Görlitz bis Saarbrücken, gern mit Abstechern in die entsprechenden Nachbarländer. Bis das Leben Anderes von uns verlangte. Nachdem vorhandene Kinder und auch wir selbst aus dem Gröbsten wieder rauswaren, setzten wir diese Tradition nach 13 Jahren Pause wieder fort, und zwar exakt jetzt zu Pfingsten. Aufhänger war, wie schon damals geplant, dass wir noch nie in einem Ort mit X waren, weshalb wir als erstes Ziel Xanten ansteuerten. Gut, ich war vor vielen Jahren in Griechenland in Xarakopio im Urlaub, aber das zählt jetzt einfach mal nicht. In Xanten fühlten wir uns wie Asterix und Obelix, oder eher: wie Obelix und Obelix, wir sind ja nicht jünger geworden, als wir da in der römischen Arena standen und uns vorstellten, wie das wohl gewesen sein muss, damals, vor 2000 Jahren.

Nächste Station war Emmerich, das anders als etwa Bonn seinen Ortsnamen nicht im wichtigsten lokalen Produkt verankerte: Katjes kommt nämlich von hier. Emmerich hat noch mehr zu bieten, und zwar, ebenfalls wie Bonn, eine Promenade direkt am Rhein, und wenn man da so sitzt und auf seine Pizza wartet und über den Fluss blickt und dann im Kopf das ganze Mystikum rund um Vater Rhein im Kopf hat, mit Quelle in den Alpen, Rheinfall bei Schaffhausen, Loreley, Burgen, Wein, Deutsches Eck, Touristendampfern, Blabla, und guckt dann auf diese fast geometrische Anordnung von horizontalen Farben und Strichen, auf denen sich gemächlich gigantische Schiffe bewegen, mit einer Wiese auf der anderen Uferseite, auf der Kühe grasen, dann – kann man sich nur wundern, wo das ganze Mystikum nur abgeblieben ist, hier bei Rheinkilometer 852. Beeindruckt waren wir allemal.

Und dann ging’s nämlich weiter in die Niederlande, nach Arnhem, auch als Arnheim bekannt, nicht zuletzt aufgrund des alten Hollywood-Films über den Krieg um die dortige Brücke über den Nederrijn, die im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielte, von der Guido und ich annahmen, die Nazis hätten dort eine Niederlage eingesteckt, warum sonst hätten Amerikaner denn einen Blockbuster daraus machen wollen, wohingegen uns das örtliche Infozentrum eines erschreckend Schlechteren belehrte. Während unseres Aufenthaltes nun fand unterhalb der „Brücke von Arnheim“ das „Free Your Mind Festival“ statt, mit fetten Beats, Riesenrad und zahlreichen bunten Leuten. Diese Brücke heißt John-Frost-Brücke, erst 1978 nach dem Britischen Generalmajor benannt, der 1944 maßgeblich an der verlorenen „Operation Market Garden“ beteiligt war. Interessante Linguistik-Fakten am Rande: Auf Niederländisch koppelt man den Namen anders, da heißt die Brücke nämlich „John Frostbrug“. Die unsere Recherche begleitenden Technosounds jedenfalls hörten wir sogar noch deutlicher auf dem Turm der Eusebius-Kirche, den wir per Fahrstuhl erklommen und von dem zwei Glasbalkons ausgingen, die meine ohnehin schwindende Zuversicht in menschliche Ingenieurskunst arg auf die Probe stellten.

Von dem heftigen Regen merkten Guido und ich fast gar nichts, selbst später in Kleve, der Stadt der Elefanten-Schuhe. Nicht schlimm, war trotzdem schön dort, und vor der Abreise bestaunten wir in Wesel ein letztes Mal den Rhein in der offenbar gar nicht so richtig festgelegt definierten Region Niederrhein. So viel also zu den Niederlanden, da hätte ich gern gewusst, wo Julia unterwegs ist, um neue Stücke für ihren Woonwinkel zu entdecken, aber das frage ich sie halt nächstes Mal. Alle vier Wochen ist sie dort, einmal übers ganze Wochenende, und dekoriert hernach ihren Laden nahezu komplett um. Mit ihrer Initiative, auch auf Kundenwünsche einzugehen, habe sie ihr eigenes Netzwerk verfeinert, freut sich Julia, ebenso das ihrer Kunden, die sich im Woonwinkel kennenlernten oder auch nach Jahren zufällig wiedertrafen.

Im Magniviertel hielt sich Julia vor 20 Jahren häufiger in einem Café auf, das es nicht mehr gibt, „danach war hier nicht mehr viel los“, was sich in den zurückliegenden Jahren wiederum ins glückliche Gegenteil verkehrte. Nicht nur mit einer besonderen Nachbarschaft, auch mit besonderen Kunden, die sogar eigens im Lockdown zu ihr kamen: „Es hat ein Umdenken stattgefunden“, stellt Julia erfreut fest, und schränkt doch ein: „Nicht bei der Masse.“ Dennoch, bei ihr bekomme man „ein anderes Shoppingerlebnis“, das nicht einfach dadurch definiert sei, dass man per Klick das ordert, was man gerade braucht: „Hier kann man stöbern und entspannt rumhängen, und ich sage den Leuten, geht auf den Magnikirchplatz, einen Kaffee trinken.“

Zum Beispiel im Riptide, natürlich. Julia hatte eigentlich vorgehabt, sich ihr Fest zum Einjährigen vom Riptide bekochen zu lassen, doch war da gerade der neue Koch angetreten und hatte noch nicht die Kapazitäten und den Überblick, um sich der Aufgabe zu widmen. „Also habe ich das mit dem Friedrich gemacht“, sagt Julia, meint das benachbarte Restaurant Friedrich der II. und betont: „Es ist schön, wenn es im Magniviertel bleibt“ und „alle vernetzt“ seien.

Lebensmittel hat Julia selbst ebenfalls im Angebot, oder „Feinkost“, wie sie sagt, und die ausnahmsweise nicht aus den Niederlanden, sondern von der Mosel. Sie wählt ihr Sortiment nach „Bauchgefühl“ aus, „passt das, ich lasse mich treiben“, sie geht natürlich auch nach ihren persönlichen Vorstellungen, aber „muss sich auch angucken, was die Kunden wünschen und was reinpasst“. In der Basis soll es niederländisch bleiben, bis auf die Produkte von Wajos an der Mosel, einem 250 Jahre alten Familienunternehmen, das sich in der gegenwärtigen jüngeren Generation seinerseits verjüngt und etwa Gin ins Programm aufnimmt.

Die Niederlande kennt Julia von vielen Reisen und hat dort sogar ein Haus gebaut, und wieder versäume ich es, sie zu fragen, wo genau. Eine Fotografen-Freundin aus Hamburg wies sie auf die Einrichtungshäuser hin, von denen Julia gleich überzeugt war: „Die können einrichten, die Holländer!“ Mit den anderen Konzeptläden in Braunschweig und Umgebung ist Julia eng verbunden, und Monika, eine Freundin aus Wolfenbüttel, bringt ein quadratisches Heftchen namens „Lieblingsgeschäfte“ heraus, darin sind viele von ihnen aufgeführt. Ein neues Heft hat Monika zurzeit in Arbeit, mit der Gastronomie als Schwerpunkt, und eines über Cafés und Hofläden habe sie außerdem bereits veröffentlicht. Das Miteinander sogar in gedruckter Form gefällt Julia: „Es gibt hier nicht so ein Konkurrenzdenken untereinander.“

Dennoch fehlt ihr wie ihren Kolleginnen anderer Unternehmen die Zeit, sich gegenseitig ausführlich zu besuchen: „Wir machen alles alleine.“ Und doch schaufeln sie sich Momente füreinander frei und schauen beieinander vorbei. Und verweisen auch aufeinander: Wenn Julia einen Kundenwunsch nicht erfüllen kann, aber weiß, wer im Magniviertel das könnte, dann empfehle sie jenen gern. Zeit wendet Julia auch fürs Internet auf, für Instagram hauptsächlich: „Die Leute wollen unterhalten werden.“ Sie habe in dem einen Jahr schon viel erlebt, „Freud und Leid“, und zu vielen Kunden großes Vertrauen aufgebaut und mit ihnen auch über persönliche Themen ausgetauscht: „Das ist gegenseitige Wertschätzung, das gehört alles zum Leben dazu.“

Zu Julias neuen Freunden gehört auch Marc, der mit seinen Buppets häufig zu Gast ist und den Woonwinkel auch in seinen Adventskalender aufnahm. „Er hat Lemony auf einen kleinen Roller gesetzt, den ich aus Holland mitgebracht habe“, erzählt sie. Den zitronengelben Lemony kenne ich noch gar nicht persönlich, nur als Entwurf auf Marcs Küchentisch. Marc lernte ich im Riptide kennen, und als ich Julia auf dortige Plattenkäufe anspreche, kommt ihr Mann Jörg herein, der sie für die Dauer ihres Termins ablösen will. „Ich hatte eine Plattensammlung“, erzählt Jörg, doch die gab er „im Zuge der Digitalisierung“ auf. Bedauerlich! Mittagessen vom Riptide hat Julia dafür öfter, „das bringt Heike vom Bücherwurm mit“, und stimmt ja, das erzählte mir Netta bereits. Julia freut sich: „Das hat hier so Kiezfeeling.“ Damit das so bleibt, hat sie einen Wunsch: „Es wäre schön, alle mal an einen Tisch zu setzen“, denn verantwortlich für Aktivitäten und Aktionen im Magniviertel sind viele, bis hin zu Bürgerschaftenn, Gewerbezusammenschlüssen und dem Stadtmarketing. Im nachbarschaftlichen Rahmen läuft das ja schon, und dabei lässt Julia die Geschichte fallen, dass sie Silke, mit der sie vor 25 Jahren schon mal zusammenarbeitete, jüngst hier wiedertraf: Sie übernahm nämlich kürzlich den Bücherwurm.

Ein Kunde wünscht, sein Geschenk eingepackt zu bekommen, Julia widmet sich ihm und Jörg bereitet sich auf die Vertretungszeit vor. Also verabschiede ich mich und schlendere ins Riptide. Der Magnikirchplatz birst vor Menschen, kein Wunder, es ist Sankt Hans, einer der längsten Tage des Jahres, es ist bestes Wetter und überhaupt, es ist wieder möglich, miteinander unterwegs zu sein, sogar Veranstaltungen auszurichten. Uwe und ich beschallten jüngst mit Rille Elf das Café MokkaBär, was zwar überwiegend bedeutete, dass wir lediglich den sich draußen Aufhaltenden einen Soundtrack lieferten, anstatt eine Tanzparty auszurichten, aber immerhin einige Moves bekamen wir zu sehen und verbrachten überhaupt einen superfröhlichen Abend. Das machen wir wieder. Demnächst sind wir auch an unseren anderen Heimstätten wieder aktiv, jetzt am Samstag veranstaltet Uwe in Harrys Bierhaus mit Markus den „Skafternooner“, am 9. Juli ist Günther als Rille Elf mit Stoner dort und am 20. August sind wir in Komplettbesetzung zur „Burning Beats“-Party im Kufa-Haus. Dort bin ich am 8. Juli als Teil der Blinky Blinky Computerband ebenfalls auf der Bühne, bei einer Ukraine-Benefiz-Veranstaltung des Vereins BS Oldschool. Es geht wieder was, auch wenn ein ungutes Gefühl nicht von meiner Hand zu weisen ist.

Um Chris zu treffen, bin ich heute zu spät, er hat bereits Feierabend. Also stöbere ich zunächst in den Übrigbleibseln des zweiten Record Store Days in diesem Jahr und sichere ich mir dann mit der Fritz-Karamell-Kola in der Hand einen Platz auf dem Platz und lasse den Tag auf mich wirken. Immerhin hatten Chris und ich vor einer Woche die Gelegenheit zum Gespräch, als die Kinomeute einkehrte. An dem Tag war ich zwar ebenfalls im Universum-Kino, aber nicht für die Musikfilmreihe Sound On Screen, sondern für Frank Schäfers Musikbuchreihe Sound On Paper, in der dieses Mal weniger ein Musikbuch auf dem Programm stand, sondern ein Buchbuch, nämlich die Anthologie „Die Entdeckung Amerikas“, in der Leute erzählen, wie sie ihre US-Lieblingsaustoren kennenlernten, und zu diesen Leuten gehöre ich ebenfalls, und zwar mit einem Beitrag über Paul Auster, wofür ich Hardy als Vermittler sowie Holger und Karsten als Herausgeber ausgesprochen dankbar bin. Karsten und Holger waren nun also bei Sound On Paper die Gesprächspartner von Gastgeber Frank, der selbst einen Text für das Buch beigesteuert hatte. Nun ist Frank nicht nur in Heavy Metal mehr als versiert, sondern auch in Literatur, weshalb sich dieser Abend nicht als ein einfacher Talk entpuppte, sondern vielmehr als höchst informatives Analysegespräch weit über die Buchdeckel hinaus.

Der Abend endete halbwegs abrupt, weil Frank unbedingt in den Film wollte, und der erfüllte eben seine andere Leidenschaft, handelte es sich doch um „Total Thrash – The Teutonic Story“, also um Heavy Metal aus dem Ruhrgebiet. Auf Kino hatte ich an dem Abend indes nicht so sehr Lust, lieber begab ich mich mit Holger, Karsten und deren Begleitern ins Riptide, besser: vors Riptide zur fröhlichen Einkehr. Alsbald gesellte sich Axel zu uns, der ebenfalls Teil des Buches „Die Entdeckung Amerikas“ ist. Als Bodenteicher war er am Eröffnungsabend in meiner damaligen Stammdisco gewesen, dem Exil, erzählten wir den anderen, und stellten in diesem Zuge fest, dass wir uns früher auch in der Uelzener Punk-Kneipe Frontline über den Weg gelaufen sein müssen. Oft war ich dort nicht gewesen, aber immer gern, und ich erinnere mich an den Außenbereich mit den freundlich umherschlendernden Riesenhunden, den geilen Soundtrack und den Kicker, den man umsonst nutzen konnte. Am meisten freute uns damals, dass wir sogar als von Mutti eingekleidete Spießbubis kommentarlos akzeptiert waren. War wohl halt auch irgendwie Punk.

Metal hingegen war, was alsbald im Riptide eintraf: Der Film war offenkundig vorbei und Heerscharen von Metalkutten besprenkelten Platz und Café. Eine Augenweide, überall freundliche Menschen mit unterschiedlicher Haarfrisur und Armbemalung, man knuddelte sich feste, geht ja wieder, und fachsimpelte in der Dämmerung über die nichtsimple Stromgitarrenmusik. Bunte Lichtgirlanden überspannten den Platz, das sehe ich auch jetzt in der Sonne, als mein Burger eintrifft und ich mein Buch beiseitelege, das auf Deutsch bekloppt betitelte „Die Silberkammer in der Chancery Lane“, den neunten Band der „Peter Grant“-Reihe, auch als „Die Flüsse von London“-Reihe bekannt, von Ben Aaronovitch. Eine schöne Überbrückung, bis Netflix die vierte Staffel von „Stranger Things“ Anfang Juli fortsetzt, von der ich nach der völlig vergurkten dritten Staffel gottlob überzuckert bin. Aber jetzt erstmal Burger. Mit Kola. In der Sonne. Auf dem Magnikirchplatz. Vor dem Riptide. An Sankt Hans. Sommer. Endlich.

Matthias Bosenick

www.krautnick.de
Fakebook

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